FUNDEVIDA CARTAGENA

FUNDEVIDA CARTAGENA in Kolumbien




Ein Überblick

Kolumbien befindet sich im Nordwesten Südamerikas und grenzt im Norden an Panama, im Osten an Venezuela, südlich an Brasilien und Peru sowie südwestlich an Ecuador. Das Tiefland der Küste ist teils sumpfig, teils von Regenwald bedeckt. Westlich erheben sich die Gebirgszüge der Anden, deren Gipfel in eine Höhe von über 5000 Meter reichen. Während etwa zwei Drittel der Bevölkerung in den urbanen Zentren des Landes leben, sind weite Teile Kolumbiens nahezu unbewohnt. Die Bevölkerung setzt sich aus Mestizen, Afro-Kolumbianern sowie indigenen Volksgruppen zusammen. Nach der Unabhängigkeit von Spanien wurde im Jahr 1886 die Republik Kolumbien gegründet. Die rücksichtslose Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen sowie die Rivalität der konservativen und liberalen Partei führten zur Eskalation der Gewalt. Sie mündete in einen langjährigen Bürgerkrieg, der bis vor kurzem nicht dauerhaft befriedet werden konnte. Nach einem halben Jahrhundert ist Kolumbien offenbar reif für den Frieden. Die Farc-Rebellen wollen sich wandeln.


Zur Situation heute

Kolumbien weist eine positive wirtschaftliche Entwicklung auf. Vor allem die grossen Städte verzeichnen ein dynamisches Wachstum. Allerdings profitieren nicht alle Kolumbianer gleichermaßen: Der Wohlstand konzentriert sich zum Großteil in den Händen einer kleinen und einflussreichen Schicht. Leistungen aus dem Gesundheitswesen, obwohl in der Verfassung ein Recht für alle auf diese Leistungen garantiert ist, sind auch immer von den finanziellen Möglichkeiten der Erkrankten abhängig. Vor allem Kinder aus armen Verhältnissen mit Krankheiten die hohen Behandlungskosten verursachen sind die leidtragenden.


Vergleich Kolumbien mit der Schweiz. Stand 2015

Warum einen Vergleich zwischen der Schweiz und Kolumbien? Wenn wir eine Reise planen gehört es ganz selbstverständlich zu den Reisevorbereitungen sich über die Kaufkraft an Ort zu erkundigen und den Devisenkurs zum Schweizer Franken zu berechnen. Wir möchten ja wissen wieviel uns die zusätzlichen Ferienkosten an Ort belasten. Warum sich nicht auch Überlegungen beim Spenden anstellen?





Picken wir uns einige Zahlen heraus:
So kostet ein Big Mac in Kolumbien für mich als Schweizer 3.7% des täglichen Prokopfeinkommens. Für den Kolumbier hingegen 25,4%! In der Schweiz wenden wir 10% für private Gesundheitsausgaben unsers Prokopfeinkommens auf. In Kolumbien sind es nur rund 3%. Dies nicht, weil dort die Gesundheitskosten so viel günstiger wären, sondern weil man es sich nicht leisten kann und das Angebot auch nicht im schweizerischen Umfang vorhanden ist. Wenn dann noch bei den Staatlichen Ausgaben pro Kopf für das Gesundheitswesen nur 12,5% des Aufwands in der Schweiz aufgewendet wird, können wir uns vorstellen wie gross die Aussichten für ärmere Familien sind eine Behandlung für ihr krebskrankes Kind zu erhalten. Vergleiche von Statistiken sind also immer mit Vorsicht zu interpretieren.







Casa de Hogar

«Casa de Hogar» von FUNDEVIDA Cartagena de Indias wurde 1998 in Form einer Stiftung gegründet.
Die Gründer waren betroffene Eltern, die auch heute noch im Stiftungsrat sind.


STIFTUNG FUNDEVIDA IN CARTAGENA DE INDIAS
FUNDEVIDA - Fundacion Esperanza de Vida,
Zaragocilla
Avenida El Consulado
Calle C/30, No. 49 - 26
Cartagena de Indias/Colombia
http://www.fundevidacartagena.org/
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Seit 2005 befindet sich das Haus nun im Stadtteil Zaragoeilla. Ein Gönner hat es Fundevida zur Nutzung überlassen. Seit Anfang 2009 wurde im Garten der Liegenschaft ein neuer Gebäudeteil erstellt, welcher mehr Raum, Licht und bessere sanitäre Einrichtungen anbietet.



Die Betreuung vor Ort

In der Regel werden die Kinder im Haus von einem Elternteil begleitet, meistens ist dies die Mutter. Der eigentliche Wohnort der Kinder ist ausserhalb von Cartagena, Heimreisen sind deshalb beschwerlich. Die Kapazität des Hauses ist ausgelegt für 10 Kinder und 10 Begleitpersonen. Cartagena de Indias stösst an das karibische Meer. Hier herrschen Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius, nachts wird es nie kälter als 25 Grad. Betreut werden die Kinder von der Stiftungspräsidententin, Frau Dr. Nacira Villadiego. Es gibt eine Administratorin, Angelica Montalvo und eine Person für allgemeine Arbeiten (Haus, Transport usw.). Die Anwesenheit der Mütter führt dazu, dass sowohl im Haus wie auch im Spital die Bezugsperson immer in der Nähe der Kinder ist. Im Haus sind keine Ärzte stationiert, die Behandlung geschieht im 8km entfernten Spital.


FREIWILLIGE BETREUERINNEN

Die Arbeit könnte ohne den Einsatz vieler Freiwilligen nicht getan werden. Diese werden Rekrutiert durch Freunde und Bekannte.
Vielmals sind es auch Mütter, die ihre Kinder verloren haben.

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